EEG-Novellierung muss Systemfunktion von Biogas- und Biomethananlagen unterstützen
Zur ersten Lesung zum „Entwurf eines Gesetzes für einen planbaren, kosteneffizienten, netzverträglichen und marktorientierten Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor“ im Deutschen Bundestag erklärt Janet Hochi, Geschäftsführerin Biogasrat+ e.V.:
Berlin, den 24.09.2026. Die Transformation des Energiesystems muss ganzheitlich betrachtet und auch gesamtsystemisch unter Berücksichtigung der vorhandenen Wechselwirkungen weiterentwickelt werden. Wir sprechen uns mit Blick auf die Erreichung der Klimaschutzziele, aber auch mit Blick auf die Stärkung der Energieversorgungssicherheit und Energiesouveränität Deutschlands klar dafür aus, den Ausbau systemdienlicher Erneuerbarer-Energien-Anlagen massiv zu beschleunigen. Die Abhängigkeit von fossilen Energien führt zu extremen Preissteigerungen, die als direkte Wachstumsbremse für den Wirtschaftsstandort Deutschland wirken. Vor diesem Hintergrund appellieren wir an die Abgeordneten des deutschen Bundestages, die richtigen Weichen bei der EEG-Novellierung zu stellen und insbesondere die Ausschreibungen für hochflexible Biomethan-BHKW beizubehalten und realitätsorientiert weiterzuentwickeln. Biomethan sorgt systemdienlich für erneuerbaren Strom und erneuerbare Wärme – hocheffizient und klimaschützend! Um das Ziel einer ausreichenden flexiblen und steuerbaren Leistung zu erreichen, ist es zwingend nötig, auch Bestandsanlagen weiterzuentwickeln und zu erhalten. Flexible Biogas- und Biomethananlagen sind das erneuerbare steuerbare Backup-System für eine Energieversorgung, die zunehmend auf fluktuierende erneuerbare Energien setzt. Die gezielte Nutzung von bestehenden und neuen Biomasseanlagen senkt Kosten im Gesamtsystem, durch Substitution klimaschädlicher fossiler Brennstoffe und teurer fossiler Kraftwerkskapazitäten, durch Verringerung der Klimaschadenskosten und durch langfristige heimische Wertschöpfung. Der Gesetzentwurf berücksichtigt diese Systemfunktion von Biogas- und Biomethananlagen nicht ausreichend, eine deutliche Anhebung des Ausbaupfades für Biomasseanlagen ist daher dringend geboten.
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Michelle Ehrle
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