Cosun Beet Company Anklam blickt auf fünf Monate der Rübenverarbeitung zurück
Bilanz zur Kampagne 2021/22
Anklam, 07. Februar 2022. Der Startschuss für die 139. Rübenkampagne der CBC Anklam fiel am 07. September 2021 – heute vor fünf Monaten. Zeit, ein erstes Resümee zu ziehen.
Die Anklamer Fabrik hat seit Anfang September Zuckerrüben von 340 Landwirtschaftsbetrieben verarbeitet, die von der polnischen Grenze im Osten bis nach Rostock im Westen und von der Insel Rügen im Norden bis in die Uckermark im Süden angesiedelt sind. Der Rübenertrag der Ernte 2021 erreichte eine neue Rekordmarke und ist mit 80 t/ha etwa 11% höher als die geplanten 72 t/ha und damit ebenfalls deutlich über dem zu Kampagnebeginn prognostizierten Wert. Der Zuckergehalt zu Beginn der Rübenkampagne lag bei 16,5 %, und stieg im Laufe der Kampagne auf einen Durchschnittswert von ca. 17,4 % an. Das entspricht in etwa dem prognostiziertem Wert. Der erzielte Zuckerertrag von 13,9 t/ha übertrifft damit die Erwartungen deutlich.
Die genaue Festlegung des letzten Produktionstages ist noch nicht möglich. Die CBC Anklam versucht, so viele Rüben wie möglich zu verarbeiten und die Rübenkampagne dementsprechend lange aufrecht zu erhalten. Das hängt jedoch entscheidend von der Qualität der Rüben ab, welche angeliefert werden. Noch liegen ca. 100.000 t in Mieten an den Feldrändern. Viele Rüben weisen durch das wechselhafte Wetter – insbesondere die großen Temperaturschwankungen zwischen Weihnachten und Neujahr – frostbedingte Schäden auf, welche zu erheblichen Schwierigkeiten und Zusatzkosten in der Verarbeitung führen. Die anvisierte Verarbeitungsleistung von durchschnittlich 13.500 t/d konnte in den vergangenen Wochen nicht gehalten werden. Auf Grund moderner Anlagentechnik, des Know-How der Mitarbeiter und durch massiven Einsatz von Hilfsstoffen (u.a. Enzyme) ist es bis dato möglich, die Verarbeitungsleistung auf einem konstanten, aber niedrigen Niveau von ca. 8.000 t/d aufrecht zu erhalten.
Die aktuelle Kampagne ist eine außergewöhnliche. Außergewöhnlich lang und für alle Beteiligten nerven- sowie kräftezehrend. Sicherlich ist jede Kampagne besonders und hat ihre Hochs und Tiefs. In dieser Saison ist allerdings einiges zusammengekommen – angefangen bei Corona-bedingten Reparaturverzögerungen, über den Rekordertrag bis zu den witterungsbedingten Qualitätsverlusten bei den Rüben, die unsere Verarbeitungsleistung einschränkten. Doch am Ende überwiegt Dankbarkeit. Dank richtet sich an unsere Partner und unsere Belegschaft, die sich engagiert für die Produktion eingesetzt haben. Dankbar, dass wir vertrauensvoll auch bei Wetterkomplikationen mit unseren Anbauern zusammenarbeiten und diese der Rübe die Treue halten. Dank gegenüber der Bevölkerung, die verständnisvoll auf die vielen Rübentransporte reagiert hat. Insgesamt rechnen wir mit ca. 1,9 Mio. t Rüben, die wir zu Weißzucker, Bioethanol und Dicksaft verarbeiten. Ein beeindruckendes Ergebnis, dass uns trotz – eigentlich gerade wegen – der aufgetretenen Herausforderungen stolz macht.
