Biogasrat+ fordert technologieneutrale Unterstützung für grüne Mobilität im Verkehrssektor

Biogasrat+ fordert technologieneutrale Unterstützung für grüne Mobilität im Verkehrssektor

Berlin, 05.05.2020. Anlässlich des heutigen „Autogipfels“ im Bundeskanzleramt fordert der Biogasrat+ e.V. eine technologieneutrale Diskussion über mögliche Hilfspakete für die Automobilindustrie mit dem klaren Fokus auf grüne Mobilität, die die Umwelt und das Klima schützt. „Der Verkehrssektor ist mit Blick auf den Klimaschutz nach wie vor das Sorgenkind und konnte bislang keinen wirklichen Beitrag zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgasemissionen leisten. Wenn heute also über mögliche Hilfen für die Automobilindustrie diskutiert wird, dann müssen alle Technologien, die einen Klimaschutzbeitrag im Verkehrssektor leisten können, Thema sein“, mahnt Janet Hochi, Geschäftsführerin des Verbandes. Der Biogasrat verweist darauf, dass mit gasbetriebenen Pkw und Lkw in etablierten Verbrennungsmotoren im Betrieb mit Biomethan (Bio-CNG und Bio-LNG) sofort und komplikationslos eine deutliche Treibhausgasreduzierung im Verkehr erreicht werden kann. „Als nachhaltiger gasförmiger (Bio-CNG) oder flüssiger (Bio-LNG) Treibstoff können mit Biomethan bereits heute mehr als 90 % der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen einspart und gleichzeitig fast 100 % der gesundheitsschädigenden Feinstaub- und Stickoxidemissionen vermieden werden“, erklärt Hochi. Gleichzeitig mahnt der Verband auch die zügige Umsetzung des Klimaschutzmaßnahmenprogramms 2030 im Verkehrssektor und die Förderung alternativer Kraftstoffe im Rahmen der Umsetzung der europäischen Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED II) an, für die das Umweltministerium verantwortlich ist. „Mit der Umsetzung des Klimaschutzmaßnahmenprogramms 2030 und der Förderung alternativer Kraftstoffe über eine deutliche Anhebung der Treibhausgasminderungsquote auf 20 % und der Unterquote für fortschrittliche Kraftstoffe auf mindestens 3,5 % bis 2030 werden für die Marktakteure in dieser schwierigen Zeit wichtige wirtschaftliche Impulse gesetzt und Planungs- und Investitionssicherheit geschaffen“, so Hochi. Daher dürfe es keine weiteren Verzögerungen geben.

Pressekontakt:
Dr. Karin Retzlaff
karin.retzlaff@biogasrat.de
Tel.: +49 30 206 218 100

 

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