Ergebnisse der ersten Ausschreibung für Biomasse in 2020 enttäuschen erneut – EEG-Novelle 2020 muss Perspektive für Bioenergie schaffen

Ergebnisse der ersten Ausschreibung für Biomasse in 2020 enttäuschen erneut – EEG-Novelle 2020 muss Perspektive für Bioenergie schaffen

Pressestatement Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrat+ e.V.

Berlin, 29.04.2020 Die Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde in 2020 zeigen erneut, dass wir dringend eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Biomasse im geplanten EEG 2020 brauchen. Zum aktuellen Gebotstermin wurde ein Volumen von 167.770 kW ausgeschrieben, bezuschlagt wurden aber nur 38 Gebote mit einem Volumen von 90.456 kW, darunter waren lediglich fünf Neuanlagen. Wir erneuern daher unsere Forderungen an die politischen Entscheidungsträger in der kommenden EEG-Novelle, die nachhaltige Weiterentwicklung der Biogas- und Biomethanerzeugung zu unterstützen und die bestehende Erzeugungsleistung zu sichern. Ohne den Beitrag der Bioenergie, werden wir die Klimaschutzziele in Deutschland bis zum 2030 deutlich verfehlen. Um den Beitrag der Biomasse zur erneuerbaren Energieversorgung zu erhalten und gesund auszubauen, brauchen wir einen klaren Ausbaupfad bis zum Jahr 2030 und eine Anpassung der Gebotshöchstwerte im EEG-Ausschreibungsverfahren für neue und bestehende Biomassenanlagen, die sich an den durchschnittlichen Stromgestehungskosten orientiert. Darüber hinaus müssen die Instrumente zur Flexibilisierung bestehender Biomasseanlagen und die Gasaufbereitung von Biogas zu Biomethan gestärkt werden, um die direkte klimafreundliche Nutzung in anderen Sektoren zu unterstützen. Den großen Worten für den Klimaschutz im Rahmen des Petersberger Klimadialogs müssen nun konkrete Taten folgen.

Hier finden Sie unsere Themenschwerpunkte Biogasrat+ e.V. – Handlungsfeld EEG 2020

Pressekontakt:
Dr. Karin Retzlaff
karin.retzlaff@biogasrat.de
Tel.: +49 30 206 218 100

 

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