Biogasrat+ fordert neue Bundesregierung zum Handeln im Klimaschutz auf

Berlin, 05.03.2018. Nach dem Votum der SPD-Mitglieder für eine Fortsetzung der großen Koalition mit CDU und CSU appelliert der Biogasrat+ e. V. an die künftige Bundesregierung, den Klimaschutz in Deutschland auf den richtigen Weg zu bringen. „Den Worten müssen jetzt zügig Taten folgen für eine Energiewende, die den Klimaschutz ernst nimmt und technologieoffen alle erneuerbaren Energieträger nutzt. Biomethan kann im Verkehrs-, Wärme- und Stromsektor sofort hocheffizient und direkt zur Vermeidung klimaschädlicher THG-Emissionen beitragen“, betont Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrat+ e. V.

Dringenden Handlungsbedarf sieht der Verband insbesondere im Verkehrs- und Wärmesektor. Hier fordert der Biogasrat umgehend ein neues Gebäudeenergiegesetz, dass den technologieoffenen Einsatz von Biomethan neben hocheffizienten KWK-Anwendungen auch in hocheffizienten Brennwertheizungen ermöglicht. „Um den Sanierungsstau im Heizungskeller aufzulösen, plädieren wir für die Einführung einer steuerlichen Förderung für den Heizungsaustausch, der an den Einsatz erneuerbarer Energien geknüpft sein sollte“, erklärt Hochi. Darüber hinaus fordert der Verband die Anpassung des Primärenergiefaktors für Biomethan auf fp = 0,36, die Aufhebung der Regelung, dass Biomethan gebäudenah erzeugt und verbraucht werden muss sowie die Einführung einer CO2-Komponente bei der Festlegung der Primärenergiefaktoren, um die positive Klimawirkung im Gebäudesektor zu stärken.

Auch im Verkehrssektor benötigen die Marktakteure ein klares politisches Signal und Unterstützung im Rahmen einer umfassenden grünen Gasmobilitätsstrategie. „Durch den Einsatz von Biomethan in CNG-Fahrzeugen können bereits heute bis zu 90 % der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen eingespart und gleichzeitig gesundheitsschädigende Feinstaub- und Stickoxidemissionen erheblich reduziert werden. Damit diese Vorteile grüner BioCNG-Mobilität genutzt werden, brauchen wir eine transparente Preisauszeichnung an Tankstellen, Unterstützung für die Sicherung und den Ausbau der Gastankstelleninfrastruktur und die Berücksichtigung der CO2-Minderungsvorteile von Biomethan in den Flottendurchschnittswerten der Automobilhersteller“, so Hochi.

Pressekontakt:
Dr. Karin Retzlaff
karin.retzlaff@biogasrat.de
Tel.: +49 30 206 218 100

 

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