Biomethanbranche präsentiert sich auf IFAT 2016

Erhebliche Treibhausgasminderung durch Biomethan aus Rest- und Abfallstoffen

Berlin, 30.05.2016. „Resources, innovations, solutions“ – das Motto der heute in München beginnenden Weltleitmesse für Umwelttechnologien, IFAT 2016, beschreibt geradezu maßgeschneidert die großen Pluspunkte der deutschen Biomethanbranche. „Unsere Branche trägt mit ihrer Expertise im Bereich Anlagenbau und Aufbereitungstechnik entscheidend zur professionellen energetischen Verwertung von Bioabfällen bei und ist weltweit Technologieführer“, so Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrat+ e. V. „Im Rahmen der IFAT 2016 präsentieren zahlreiche unserer Mitgliedsunternehmen ihre Kompetenz auf der weltweit führenden Fachmesse für Umwelttechnologien dem interessierten Fachpublikum und der Öffentlichkeit.“

Durch die Nutzung von Rest- und Abfallstoffen als Substrat für die Biogas- und Biomethanerzeugung wird ein erneuerbares Energieprodukt mit einem sehr hohen Treibhausgasminderungspotenzial bereitgestellt, das fossile Kraftwerkskapazität ersetzen kann und damit nachweislich entscheidend zur Treibhausgasminderung beiträgt. „Die Potenziale zur energetischen Nutzung von Rest- und Abfallstoffen für die Biogas- und Biomethanerzeugung müssen allerdings noch besser genutzt werden“, fordert Hochi. „Dafür müssen von der Politik Regelungen geschaffen werden, die künftig die Nutzung von Rest- und Abfallstoffen an die größtmögliche THG-Minderung knüpfen.“ Damit auch die bislang „verschenkten“ 1,4 Mio. Tonnen Bioabfälle genutzt werden können, fordert der Biogasrat+ e. V. die konsequente Umsetzung der seit 2015 im Kreislaufwirtschaftsgesetz verankerten Pflicht, Bioabfälle flächendeckend und einheitlich über die Biotonne zu sammeln.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen zum EEG 2016 warnt Hochi vor einem drohenden Verlust der Expertise und Innovationskraft, die sich deutsche Bioenergiebranche national und international in den letzten Jahren erarbeitet hat. Der Biogasrat+ e. V. fordert deshalb ein einfaches, transparentes und wettbewerbliches Ausschreibungsmodell im EEG 2016 für Bestands und Neuanlagen lediglich unterteilt in feste und gasförmige Biomasse ohne eine Differenzierung nach Leistungsklassen, aber mit flexiblem Substrateinsatz, der es den Anlagenbetreibern erlaubt, angepasst an regionale Gegebenheiten, Stoffströme für die Fütterung der Anlagen zu erschließen und somit kosteneffizienter zu werden. „Die Branche braucht jetzt Planungs- und Investitionssicherheit, um ihren Erfolg in die Zukunft fortschreiben zu können“, so Hochi.

Pressekontakt:
Dr. Karin Retzlaff
karin.retzlaff@biogasrat.de
Tel.: +49 30 206 218 100

 

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