Die einzelnen Biomasse-Fraktionen:

Energie aus der Landwirtschaft: Den größten Beitrag können Energiepflanzen wie Mais, Raps, Rüben, Getreide, Gräser oder umweltfreundliche Dauerkulturen wie die Durchwachsene Silphie, Wildpflanzenmischungen oder Agrarholz (schnell wachsende Baumarten) liefern. Insgesamt ist der Energiepflanzenanbau in Deutschland 2050 nach Auffassung verschiedener Experten unter Berücksichtigung  naturschutzfachlicher Restriktionen auf bis zu 4 Millionen Hektar mit einem Beitrag von bis zu 740 PJ möglich (2015: 2,2 Mio. ha und etwa 247 PJ). Möglich machen dies der demografische Wandel, agrarpolitische Änderungen und Ertragssteigerungen.

Das noch kaum energetisch genutzte Stroh ist die zweitgrößte Fraktion bei der Energie aus der Landwirtschaft. Unter Berücksichtigung der für die Humusreproduktion benötigten Mengen stehen jährlich rund 10 Mio. Tonnen zur Verfügung.

An dritter Stelle folgen Mist und Gülle, die erst zur Hälfte energetisch genutzt werden.

Weitere landwirtschaftliche Reststoffe wie Ernterückstände fallen kaum ins Gewicht.

Energie aus Holz: Beim Waldholz, also bei Holz aus Durchforstung, Kronenresten etc., bestehen noch größere ungenutzte Potenziale. Auch Landschaftspflegeholz kann noch kleinere Anteile erbringen. Industrierestholz, z. B. aus Sägewerken, und Altholz, z. B. aus Abrisshäusern, sind bereits weitgehend in Nutzung.

Energie aus Abfällen: Rest- und Abfallstoffe aus der Lebensmittel- und Futterproduktion, industriellen Prozessen, Haushalten oder aus der Pflege öffentlicher Grünflächen oder Sportplätze bergen entgegen landläufiger Meinung so gut wie kein zusätzliches Potenzial mehr.

Hier finden Sie die Quellen der Zahlen sowie PM der FNR

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