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Sofortige CO2-Reduzierung im Verkehr ist möglich - mit Biomethan

Biogasrat+ fordert Unterstützung der Verkehrsminister für grüne Gasmobilität

Berlin, 09.11.2017. Einen Tag nachdem die Europäische Kommission die zukünftigen CO2-Grenzwerte für Neuwagen vorgeschlagen hat, befassen sich heute auch die Verkehrsminister der Bundesländer mit dem Thema Mobilität und Klimaschutz. „Die schnelle Umsetzung klimafreundlicher und technologieoffener Verkehrskonzepte für eine wirksame CO2-Minderung muss bei den heutigen Beratungen der Verkehrsminister Priorität haben“, fordert Janet Hochi, Geschäftsführerin des Biogasrat+ e. V..

Angesichts der steigenden CO2-Emissionen und der Stickoxid- und Feinstaubbelastungen seien auch die Länder in der Pflicht, konkrete Maßnahmen zu ergreifen. Klimaeffiziente Alternativen stünden bereits heute zur Verfügung, würden aber von der Politik nicht ausreichend unterstützt, kritisiert der Verband. „Mit gasbasierten Motorkonzepten und dem Einsatz von Biomethan können CO2-Emissionen sofort um bis zu 90 Prozent reduziert und gleichzeitig Stickoxid- und Feinstaubbelastungen gesenkt werden“, erklärt Hochi. Deutschland verfüge über eine Gastankstelleninfrastruktur und auch die Motortechnologie habe ihre Alltagstauglichkeit bewiesen. „Kommunale Busunternehmen wie die Oldenburger Verkehr und Wasser GmbH und die Stadtwerke Augsburg haben ihre Flotten erfolgreich auf grünen Gasbetrieb umgestellt und auch die mit Biomethan betriebenen Müllfahrzeuge der Berliner Stadtreinigung sind ein Beweis für klimafreundliche Mobilität.“

Mit Verweis auf diese Erfolgsgeschichten appelliert der Biogasrat+ e. V. an die Verkehrsminister, die grüne Gasmobilität stärker zu unterstützen und auch für Verbraucher attraktiver zu gestalten, z.B. durch eine transparente Preisauszeichnung an Tankstellen, die die deutlichen Preisvorteile von Biomethan gegenüber Benzin und Diesel deutlich macht. Mit Blick auf die Vorschläge der EU-Kommission sollten die Länder ihren Einfluss aktiv nutzen, um die Diskriminierung grüner Gase zu beenden und ein „level playing field“ zu schaffen. Hochi: „Für wirklichen Klimaschutz im Mobilitätssektor brauchen wir ehrliche Bewertungsmechanismen, die alle entstehenden CO2-Emissionen im Mobilitätsektor einbeziehen, also nicht nur den Schadstoffausstoß am Auspuff des Fahrzeuges messen, sondern auch die bei der Bereitstellung eines Energieträgers entstehenden Emissionen berücksichtigen (Well-to-Wheel Betrachtung).“

Pressekontakt:
Dr. Karin Retzlaff
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