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BayWa r.e. führt durch Deutschlands erste Biomethan-Anlage

München, 3. November 2017: Im Rahmen der Veranstaltung „Klimafreundlich zur Klimakonferenz“ des Fachverband Biogas, hat BayWa r.e. durch Deutschlands erste Biogasanlage Pliening im Raum München geführt. Im Anschluss wurde zusammen mit dem Fachverband über die aktuelle Situation und notwendige künftige Rahmenbedingungen für eine stärkere Nutzung von Biomethan diskutiert.



Mit der Realisierung der Anlage in Pliening wurde 2006 Pionierarbeit geleistet. Erstmals war die Erzeugung und Netzeinspeisung von Biomethan unter Einbezug regionaler Partner in der Landwirtschaft möglich geworden. Damals wie heute stehen ein nachhaltiges Rohstoffmanagement sowie die sinnvolle Verwertung organischer Reststoffe und Gärprodukte im Zentrum eines solchen Projektes. Die Anlage wurde zuletzt umfassend technisch optimiert und repowered. Torsten Warmbold, Geschäftsführer der BayWa r.e. Bioenergy GmbH betonte: „Mit der dezentralen Erzeugung von Biomethan auf Basis von organischen Stoffen tragen wir zum Gelingen der Energiewende bei und stärken zugleich Landwirte in der Region, die so zu Energiewirten werden. Der große Vorteil von Biomethan ist, dass es nun schon seit über 10 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Kopplung der drei Sektoren Strom, Wärme und insbesondere Verkehr leistet.“

Die Politik habe die Chancen von Biomethan für den Verkehrssektor erkannt. Um die Nutzung von Biomethan in diesem Bereich weiter voranzubringen, brauche es aber klare Rahmenbedingungen, so Jens Eberlein, Geschäftsführer der BayWa r.e. Green Energy Products GmbH und Mitglied im Vorstand des Biogasrat+ e.V.: „Biomethan birgt erhebliches Potenzial, den CO2-Ausstoß in Deutschland deutlich zu senken. Was nun notwendig ist, ist ein klares Bekenntnis der Politik zu diesem erneuerbaren Energieträger. Die Weiterentwicklung der THG-Minderungsquote auf 16 % bis zum Jahr 2030, also eine erhöhte Beimischung von Biokraftstoffen zum konventionellen Kraftstoff, sowie die Förderung von Bio-LNG (Bio-Flüssiggas) zur Dekarbonisierung des Schwerlast- und Schiffsverkehrs wären wichtige politische Weichenstellungen.“

Die Veranstaltung in Pliening ist Teil der Aktion „Klimafreundlich zur Klimakonferenz“ des Fachverband Biogas: Um das Potenzial von zu Biomethan aufbereitetem Biogas im Vorfeld der 23. Klimakonferenz, die vom 6. bis 17. November in Bonn stattfindet, aufzuzeigen, fährt der Fachverband mit seinem Biogasbus von München über Augsburg und Frankfurt bis nach Bonn. Dazu Dr. Claudius da Costa Gomez, Hauptgeschäftsführer Fachverband Biogas e.V.: „Mit unserer Aktion wollen wir im Vorfeld der Klimakonferenz COP23 auf einen ganz entscheidenden und häufig stiefmütterlich behandelten Sektor beim Klimaschutz aufmerksam machen: die Mobilität. Biomethan kann von jedem herkömmlichen CNG-Fahrzeug getankt werden. Im Vergleich zu einem Benziner stößt ein mit Biomethan betanktes Fahrzeug bis zu 90 Prozent weniger CO2 aus.n und den Einkauf und die Vermarktung von Energie aus erneuerbaren Quellen.

Kontakt:
BayWa r.e. renewable energy GmbH
Felix Gmelin
Corporate Communications
Telefon: +49 89-383932-5817
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