Dr. Artur MüllerInterview Dr. Artur Müller, Evonik Industries AG

1.)    Wie sieht das Engagement von Evonik in die erneuerbaren Energien aus?

Dr. Artur Müller: Die Aktivitäten von Evonik Industries sind unter anderem auf den wichtigen Megatrend Ressourceneffizienz konzentriert und werden im gleichnamigen Segment geführt. Hier beschäftigt sich der Konzern mit innovativen Technologien und Systemlösungen für den Markt der erneuerbaren Energien. Das Engagement umfasst beispielsweise Produkte zur Herstellung von Dünnschichtsolarmodulen, Systemlösungen für immer leichtere und dadurch effizientere Windkraftanlagen oder eine Membrantechnologie zur effizienten Biogasaufbereitung.

2.)    Warum ist Biogas und Biomethan für Ihr Unternehmen besonders interessant?

Dr. Artur Müller: Biogas ist ein sehr bedeutender Energieträger für die moderne dezentrale Energieversorgung –  und es kann sehr flexibel eingesetzt werden, etwa zur Gewinnung von Strom, Wärme oder als Kraftstoff. Wir sehen auf dem Biogasmarkt, vor allem in Europa, viel Bewegung. Wir wollen und können mit unseren innovativen SEPURAN® Green Membranen die Nutzung von Biogas noch wirtschaftlicher machen.

3.)    Wie beurteilen Sie die aktuelle politische Situation in der Diskussion um das EEG 2016?

Dr. Artur Müller: Es ist enorm wichtig über die erneuerbaren Energien zu sprechen. Denn das gesamte Umfeld verändert sich, getrieben von neuen Technologien, die den Anteil am grünen Strom, der aktuell bei circa 33 Prozent im deutschen Energiemix liegt, noch schneller zu wachsen ermöglichen.

4.)    Welche Impulse erwartet Evonik vom EEG 2016?

Dr. Artur Müller: Die politischen Leitplanken sollen den Ausbau und die Nutzung regenerativer Energiequellen sinnvoll unterstützen. Ich hoffe, die Novelle wird die richtigen Anreize dazu schaffen. Ich persönlich bin gespannt, ob das neue Gesetz die vom Bundesrat Ende Dezember vergangenen Jahres geforderten Verbesserungen für die Biomasse aufgreifen wird.

5.)    Welchen Beitrag leistet Ihr Unternehmen zum Gelingen der Energiewende? (das soll eine immer wiederkehrende Frage an alle (künftigen) Interviewpartner werden)

Dr. Artur Müller: Als Spezialchemieunternehmen suchen wir immer nach Antworten auf die Frage, wie man die Herausforderungen der Zukunft mit innovativen Produkten und Technologien unterstützen kann. Eine nachhaltige, ressourcenschonende Energieversorgung ist sicherlich so eine Frage. Wir beschäftigen uns darüber hinaus mit dem Thema auf der inhaltlichen Ebene. So haben wir beispielswiese im vergangenen Jahr Vertreter der Politik und der Wirtschaft sowie der Verbandsseite zu einer Fachtagung nach Berlin eingeladen, die sich mit dem Thema Biomethan als Kraftstoff beschäftigte.

 

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